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Der Pianist Moisés Natividade de Mattos, geboren 1989, ist in der Stadt Juiz de Fora im Südosten Brasiliens aufgewachsen. Seine früh erkennbare, außergewöhnliche Musikalität förderte vor allem André Pires, bekannter Musikpädagoge und Professor für Klavier. In wenigen Jahren vermittelte er ihm Kenntnisse, die sonst bei intensiver Arbeit in viel längerer Zeit erworben werden. Vorher hatte Moisés de Mattos als Sohn von Analphabeten unter äußerst schwierigen Bedingungen autodidaktisch gelernt.

Wie einem Kompass folgte er seiner Begeisterung für die Musik der deutschen Klassik und Romantik und erlernte im Selbststudium die deutsche Sprache. An der Hochschule für Künste Bremen studierte er bei Gundel Deckert und Martin von der Heydt Klavier und beendete sein Studium als Bachelor mit Auszeichnung. Zur Zeit befindet er sich am Ende seines Masters. Unterricht in Meisterkursen erhielt er von Ivone Bambirra, Lilya Zilberstein, Konrad Elser und Young-Lang Han.

Sein Engagement gilt auch der Kammermusik. 2012 hat Moisés de Mattos auf Einladung seiner Heimatstadt eine Konzertreihe in Brasilien gespielt. 2014 konzertierte er in Manchester als Solist, gastierte mit anderen Musikern und trat als Mitglied des Bremer Hochschulorchesters auf. In seinen Konzerten ist es ihm ein besonderes Anliegen, dem Publikum die Schönheit und Komplexität klassischer Musik nicht nur auf intellektueller Ebene zu vermitteln: Er möchte es mit seinen Interpretationen emotional erreichen und so für die historische Musik begeistern, wie er es selbst in seiner Kindheit auf einem anderen Kontinent erlebte.

Mehr zu Moisés Geschichte unter „Über mich“ und unter „Presse“. Aktuell entsteht ein Dokumentarfilm über Moisés. Mehr dazu und eine Spendenmöglichkeit für das Projekt ebenfalls unter „Presse“. Fotos und Zeichnungen sind in der Galerie zu finden.